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Unternehmen Technisch Künstlerisch Siemens wird alleiniger Inhaber der Deutschen Grammophon GmbH. Das Werk in Hannover wird im Krieg teilweise zerstört. Das Berliner Büro wird im Krieg zerstört. Die Berliner Studios werden im Krieg zerstört. Das Werk in Hannover wird wieder aufgebaut. Das Markenzeichen „His Master’s Voice“ (d.h. das „Nipper“-Logo) wird an Electrola verkauft und das neue gelb... Die Deutsche Grammophon zeichnet als erste Gesellschaft sämtliche Aufnahmen auf Magnetband auf. Die Erfindung variabler Rillen erhöht die Spielzeit der Platten auf neun Minuten bei 78 rpm. Das Label Archiv Produktion speziell für Aufnahmen Alter Musik wird gegründet. Der erste gedruckte Nachkriegs-katalog wird herausgegeben. Erste Aufnahmen mit Dietrich Fischer-Dieskau und Ferenc Fricsay. 1941 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 Volltext
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und angesichts des Mangels an Rohmaterial stagniert das Unternehmen erneut. 1941 wird es vom Elektrokonzern Siemens & Halske übernommen.
Trotz Produktionsbeschränkungen werden Projekte wie die 1942 entstandene fast vollständige Aufnahme der Matthäus-Passion unter Bruno Kittel verwirklicht (die Matrizen werden mit dem U-Boot nach Japan gebracht, wo Nippon Polydor 17.000 Kassetten bestellt hat).
Am 9. Mai 1942 verbietet die Gestapo dem Unternehmen formell, Aufnahmen mit jüdischen Künstlern zu produzieren, und ordnet die Vernichtung aller entsprechenden vorhandenen Einspielungen an.
Doch auch in diesem und dem folgenden Jahr werden noch einige Aufnahmen veröffentlicht, vor allem mit Karajan am Pult der Staatskapelle Berlin, des Concertgebouworkest, der Berliner Philharmoniker und des Turiner Orchesters der RAI, aber auch Strauss’ Ein Heldenleben unter der Leitung des Komponisten im Jahr 1943.
Nach Kriegsende wird eine kleine Produktionsstätte für Schallplatten in Berlin eröffnet, während die zerstörten Fabrik- und Verwaltungsgebäude in Hannover wieder aufgebaut werden.
1946 wird Deutsche Grammophon das erste Unternehmen, das für Aufnahmen ausschließlich Magnetbänder verwendet. Im folgenden Jahr wird Archiv Produktion gegründet, um Alte Musik zu fördern – die ersten Aufnahmen des Labels sind Orgelwerke von Bach, die Helmut Walcha in der Jakobikirche zu Lübeck spielt. Walcha bleibt dem Label 30 Jahre lang eng verbunden.
1949 werden die Exklusivrechte am Warenzeichen »His Master’s Voice« in Deutschland an Electrola (EMI Deutschland) verkauft und die gelbe DG-Kartusche mit der Tulpenkrone eingeführt.
Eugen Jochum, Ferenc Fricsay, der in den 1950er-Jahren zu den wichtigsten DG-Künstlern gehören wird, und Dietrich Fischer-Dieskau machen ihre ersten Aufnahmen für das nunmehr »gelbe« Label.
Künstler, die in dieser Dekade hinzugekommen sind
- Adrian Aeschbacher
- Géza Anda
- Eduard van Beinum
- Helena Braun
- Maria Cebotari
- Concertgebouworkest
- Gertrud (later Trude)
- Eipperle
- Karl Elmendorff
- Alfons Fügel
- Christel Goltz
- Josef Greindl
- Hilde Güden
- Georg Hann
- Heinrich Hollreiser
- Hans Hotter
- Herbert von Karajan
- Margarete Klose
- Viscount Hidemaro Konoye
- Clemens Krauss
- Annelies Kupper
- Max Lorenz
- Leopold Ludwig
- Walther Ludwig
- Georgine von Milinkovic?
- Maria Müller
- Gertrude Pitzinger
- Victor de Sabata
- Erna Sack
- Hilde Scheppan
- Carl Schuricht
- Gino Sinimberghi
- Li Stadelmann
- Günther Treptow
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